Serie: Wie ich mir meinen „digitalen Schutzschild“ baue

Ich lege mir einen Zweit-Laptop zu und öffne mich für Ubuntu

Patrick Beuth ist Redakteur bei Zeit Online und hat eine sehr hilfreiche Serie zum Thema „Mein digitaler Schutzschild“ veröffentlicht. Ich habe rein gelesen und Lust bekommen, die Tipps und Tricks zur Datensicherheit, zum spurlosen Surfen im Netz und zur Anonymität auszuprobieren. Es ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die wohl jeder halbwegs begabte Laie (also ich auch) ausprobieren kann. Zusätzlich gibt es sogenannte Crypto-Parties, zu denen jeder mit seinem Laptop kommen kann. Dort helfen versiertere Menschen Dir dann, z.B. Linux auf dem Rechner zu installieren oder Verschlüsselungssoftware für E-Mails und anonymes Surfen. Ich habe mich entschieden, da mitzumachen!

Ein gebrauchter Laptop für 200 Euro fürs anonyme Surfen

Weil ich auch Recherche-Kurse gebe und Online-Recherche immer wichtiger und interessanter wird, ist das eine gute Gelegenheit für mich, etwas tiefer einzusteigen. Für die Crypto-Party in Berlin habe ich mich angemeldet, aber kann jetzt doch nicht hin. Aber so schlimm ist das gar nicht, denn die Serie bei Zeit Online gibt gute Anleitungen und viele Infos kann man sich erst einmal aus Foren im Netz holen. Beim nächsten Mal klappt’s aber hoffentlich mit der Crypto-Party!

Jetzt  suche ich mir gerade ein günstiges, kleines Notebook, das für diesen Zweck ausreicht. Patrick Beuth schreibt in seiner Anleitung, dass er sich für 250 Euro ein gebrauchtes Lenovo Think Pad zugelegt hat, um darauf Ubuntu zu installieren. Ubuntu ist eine nicht ganz so kryptische, userfreundliche Linux-Variante. Das Wort Ubuntu bedeutet in der  afrikanischen Sprache Zulu  übrigens  „Menschlichkeit“! Wie menschlich dieses Betriebssystem ist, werde ich hoffentlich bald berichten können. Aber vorher muss ich mir, wie gesagt, noch ein gebrauchtes Notebook zulegen. Zur Zeit liebäugele ich mit einem gebrauchten HP Compaq 2510p. Wie alt es genau ist, weiß der Verkäufer allerdings nicht. „Wir kriegen das von einer großen Versicherung, wenn die Leasingverträge ausgelaufen sind“, sagt er mir, „meist nach 36 Monaten.“ Ich tippe also mal auf 3-4 Jahre. Im Prinzip ist die Konfiguration mit 12,1 Zoll Monitor, 2 GB RAM und einem  Core 2 Duo Prozessor von Intel mit 1,2 GHz völlig okay. Die einzige Sorge, die ich habe, ist, ob die 80 GB auf der Festplatte ausreichen für Ubuntu und die Programme, die ich dann noch installieren werde. Jedenfalls beruhigt es mich schonmal, dass es genau für dieses Modell schon Erfahrungsberichte und Anleitungen für die Ubuntu-Installation gibt.

Windows XP behalten oder komplett neu installieren?

Außerdem ist Windows XP auf der Festplatte vorinstalliert und ich weiß noch nicht so recht, ob ich es behalten soll und Ubuntu zusätzlich installiere oder ob ich die Festplatte vor der Ubuntu-Installation komplett lösche. Zusätzlich hat das Ding auch noch ein DVD-Laufwerk/Brenner und ein UMTS-Modul. Diese Features brauche ich eigentilch erstmal nicht, aber sie sind nunmal dabei. Aber jetzt heißt es: Kaufen oder nicht kaufen?

Bildschirmfoto 2013-02-22 um 12.01.42
So sah das HP-Notebook damals neu aus

Es ist mit 1,5 kg auch gerade noch gut mitzunehmen. Für 200 Euro kann ich das Ding haben. Ich denke, ich schlage zu. Trotzdem: Wer Erfahrungen damit hat, kann mir gerne einen Tipp geben. Ich schlaf nochmal ’ne Nacht drüber und mal sehen…

Update, Freitag, 22.2.2013, 13.40 h: 

Zeitonline_dig hat meinen Tweet zu diesem Blogeintrag retweetet und ich habe schon eine erste Reaktion von @publictorsten auf meine Frage, ob ich Windows XP drauflassen soll oder nicht:

Tipps aus dem Twitter-Universum
Tipps aus dem Twitter-Universum

Vielen Dank für den Tipp! Ich hätte auch in diese Richtung tendiert – ganz oder garnicht. Gibt es weitere Meinungen?

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11 Gedanken zu “Serie: Wie ich mir meinen „digitalen Schutzschild“ baue

  1. Habe mir ein Acer Netbook mit Windows 7 drauf gekauft und noch zusätzlichen RAM eingebaut. Ich dachte mir, ich lasse Windows und Linux parallel drauf, falls ich irgendwann mal in die Lage komme, Windows zu benötigen.

  2. Man bekommt für 300 Euro neue Notebooks ohne Betriebssystem mit besseren Specs. Ich habe 2011 bei notebooksbilliger.de ein hp 625 mit Suse Linux für meine Frau gekauft und darauf statt Suse Ubuntu installiert. Damals gab es sogar 50 Euro Payback von hp, also 250 Euro. Und Ubuntu erfüllt all ihre Bedürfnisse in Sachen Computer. Unser Haushalt ist fast Windows-frei, es gibt noch ein XP auf einem älteren Notebook für die jährliche Steuererklärung, alles andere ist Linux: Sabayon, Ubuntu oder Android.

    1. @Robin Danke! Aber isch habe keine Payback-Karte. Und werde auch nie eine haben! ;-) Es geht mir ja hier gerade darum, so wenig digitale Spuren wie möglich zu hinterlassen. Aber der Hinweis ist gut. Dachtest Du an sowas hier: Acer Aspire One für 260 Euro? http://bit.ly/11ZSUPQ Bis morgen hab ich noch Zeit zu überlegen… und für eure Tipps!

      1. Ich habe mich vertan, das hieß Cashback. Hp hat 50 Euro des Kaufpreises erstattet. Aber was ich meine, ist, dass sich Gebrauchtgeräte für Linux nicht lohnen, weil günstige Neugeräte existieren, die völlig ausreichen. Das Acer ist aber nur ein Netbook. http://www.notebooksbilliger.de/asus+f55a+sx091d Dieses klingt besser. Grundsätzlich sollte man schauen, ob es zu dem Gerät Erfahrungsberichte mit Linux gibt.

      1. Ich habe mal Ubuntu 12.04 und 12.10 auf einem HP-Laptop installiert und das lief sehr gut. Ansonsten würde ich auch dazu raten XP zu kicken.
        Was genau willst du denn mit deinem digitalen Schild umsetzen? Nur das anonyme Surfen?

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