Drohnen & Journalismus

Profi-Drohne im Einatz, fiwafly.de
Profi-Drohne im Einatz, fiwafly.de

Ganz bewusst habe ich die Überschrift „Drohnen & Journalismus“ gewählt. Ich finde „Drohnen & Journalismus“ besser als den Begriff „Drohnenjournalismus“, weil so ein bisschen klarer wird, dass das Verhältnis von unbemannten Fluggeräten, also Drohnen, zum Journalismus hier in den Blick genommen werden soll. In diesem Verhältnis steckt eine Menge drin, das in der Konstruktion „Drohnenjournalismus“ nicht enthalten ist. Unter die Überschrift „Drohnen & Journalismus“ passen aus meiner Sicht  folgende Unterpunkte:

  • Die journalistische Berichterstattung über militärische und zivile Drohnen
  • Die journalistische Arbeit mit Drohnen, meist Quatrokoptern, bei der Bildberichterstattung (Foto, Film, Video)
    • Neue Narrationsformen durch fliegende Kameras
    • Rechtliche Aspekte der Bildberichterstattung mit Drohnen aus der Luft
    • Flugrechtliche Aspekte des journalistischen Drohneneinsatzes: Aufstiegsgenehmigungen, Qualifikation der Piloten, Versicherungsschutz, luftverkehrliche (Vorfahrts-)Regeln
    • Ethische Aspekte des Einsatzes von Kamera-Drohnen im Journalismus
    • Datenjournalismus mit Drohnen: Mit Sensoren ausgestattete Drohnen können flächendeckend Daten liefern, z.B. über Temperaturen, Luftverschmutzungen, etc.
    • Grenzfälle des Drohneneinsatzes im Journalismus: Beschädigungen, Abstürze, Sabotage
    •  Technik und Technologie der „fliegenden Kameras“: Welches Fluggerät für welchen Einsatz?
    • Die Drohne als Recherche-Instrument
  •  Die soziale Konstruktion von Bedrohung durch Drohnen: Durch Sichtbarkeit des Fluggeräts ist die Bedrohung bzw. Verletzung der Privatsphäre für Betroffene sofort erfahrbar.
  • Die generell negative Konnotation von unbemannten Fluggeräten als „Killer- und Überwachungsmaschinen“ –> 1984

Drohnen & Journalismus – aktuelles Thema mit Zukunft

Um all diese Aspekte wird es hier im MaxMedienBlog und an anderer Stelle gehen. Dabei sollen sich theoretische und praktische Fragen der Drohnennutzung im Journalismus abwechseln und ergänzen. Aus diesem Grund bin ich im Kontakt mit Elke Thimm und Fabian Werba von fiwafly. Die beiden haben schon einige Erfahrungen mit dem Einsatz verschiedener Drohnen und Kameras. Mit ihnen zusammen soll in nächster Zeit ein tragfähiges Konzept für eine umfassende Publikation zum Thema entstehen, die auch praktisch geflogene Erklärvideos enthalten soll. Vor allem beim narrativen Potential dieser neuen Technologie besteht im Journalismus noch Nachholbedarf. „Wir nehmen mal die Drohne mit und machen ein Bild von oben“, ist der vorherrschende Ansatz in Redaktionen. Kaum jemand macht sich eingehende Gedanken, wie der Blick von oben in die Erzählung eingebaut werden kann, wie Moderationen mit einer „mitfliegenden Kamera“ gestaltet werden können oder wie zum Beispiel eine „One-Shot-Story“ mit ein oder zwei Drohnen gedreht werden kann, bis hin zum Live-Einsatz der kleinen Kamera-Flieger. Dies also der erste Schritt auf dem MaxMedienBlog in Richtung „Volle Drohnung“. More to come. Soon.

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