Alte Heimat

Es war nur ein kurzer dienstlicher Weg nach Nürtingen, tief im Schwäbischen. Für die meisten ist Nürtingen die Harald-Schmidt-Stadt. Doch für mich war es eine Zeitreise in die Vergangenheit: Max-Planck-Gymnasium Nürtingen 1985-1987*

Die ersten Gymnasialjahre für mich und meinen Bruder Philipp. Die ersten Parties mit Flaschendrehen und „Willst-Du-mit-mir-gehen-Briefchen“, die durch die Bänke wanderten, bis sie vom Lehrer konfisziert wurden. Ein bisschen war es heute, 27  Jahre danach, wie Feuerzangenbowle für mich: Ein warmes Schaudern lief mir über den Rücken. Kein Wunder: An diese „Penne“ habe ich eigentlich nur gute Erinnerungen. Okay, vielleicht liegt es auch daran, dass ich nur zwei Schuljahre dort verbringen durfte. Und so schön und vertraut das Wiedersehen war: Eine wichtige Konstante von damals ist weg: Der Goldfischteich vor dem Eingangsbereich! Damals hatte ich im Winter 10 Pfennig eingesammelt, um über das dünne Eis des Teichs zu gehen. Wenn ich die Geschichte richtig erinnere, ist mein Bruder damals eingebrochen und musste mit nassen Klamotten im Sekretariat von meinen Eltern abgeholt werden…ach! Herrlich. Hier meine Eindrücke von heute:

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Hinter diesen Fenstern habe ich vor 27 Jahren die Schulbank gedrückt. Links von mir war früher ein Goldfischteich mit viel grünem Schilf und im Winter mit mehr und weniger dicker Eisdecke.
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Dafür mag ich das MPG auch heute: Handy- & kopfhörerfrei! Vorbild für alle Schulen dieser Welt.

Bei meinem Besuch am Nachmittag war die Unterrichtszeit gerade vorbei (vielen Dank an den Fünftklässler, der das Handyfoto für mich gemacht hat).  Ich konnte trotzdem mal kurz ins Gebäude und auf dem Jungenklo hat sich bis heute nix geändert: Kickers rule! Mit nostalgisch-herzlichen Gedanken an Arne „Wenn-schon-Fan-dann-Kickers“ Kleinmann aus Aichtal-Neuhausen.

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Klare Ansage auf der Schultoilette – seit 27 Jahren!

*Harald Schmidt war übrigens auf dem „Högy“, dem zweitbesten Haus am Ort, auch Hölderlin-Gymnasium genannt.

P.S.: An alle „Iso’s, Fischis, Büchles, Baschtis, Sammys, Uwes, Xandes, Susis, Steffis, Zinsers, Elisabeths, Bätzners, Aislingers und Pöschkes dieser Welt: Wenn ihr das lesen solltet: Ihr könnt euch gerne melden – bin wieder in der Gegend! ;-) –> Kommentare oder Mail.

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9 Gedanken zu “Alte Heimat

    1. Haha! Wir sollten ’ne Serie draus machen…auch die DDR bietet da noch einige Möglichkeiten: Von „Auf der Schwalbe um die Welt“ bis zu „Wandlitzhaus 1979 – leben im sozialistischen Schlaraffenland“ oder „Hinter Gittern 1985: Die Stasi-Challenge“ ;-). Übrigens: Was hat die Bewerbung ergeben? Kannst ja mal durchrufen.

      1. lol, nur wenn jensjoergrieck in Echtzeit kommentiert.
        Und als PR-Foto verwenden wir – Danke, Stuttgart! -:

  1. wenn die Schule Handyfreie Zone ist: Wie hast Du dann den Schaukasten fotografiert… ? Etwa mit ’ner Knipse? Ceci n’est pas une pipe…. Gruß vom Klassenkameraden Deiner Journalistenschule!

    1. Nee, ick hab’s gemalt! Hast Du Dich hier gerade wirklich innerhalb eines Blogs am Bloggen beteiligt?! Der Unblogbare weicht auf..! Grüße an den Klassenkameraden in Bremen.

      1. Hab‘ ’ne neue Social-Media-Strategie verabschiedet: Trollen ja, bloggen nein. Bin ich Trendsetter, mutmaßlich.

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