Das mediatisierte Auto: Du gehst zum Job, Auto kauft ein

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Beim Volvo kann die Frau vom Lieferdienst das Auto per App öffnen. Foto: Volvo

Gerade im Internet- und Kommunikationsmagazin Click auf BBC World gesehen: Ein Volvo, der es seinem Fahrer erlaubt, ihn abzustellen, zum Job zu gehen und per App die Einkäufe zu erledigen: Es funktioniert so, dass ein Lieferdienst beauftragt wird, der vorbeikommt, den Kofferraum mit einem einmal gültigen digitalen Schlüssel selbst öffnet und die bestellte Ware (Milch, Wein, Gemüse, Kaffee, Brot…) reinstellt. Nach Befüllen des Kofferraums kann der Lieferant mit der App das Auto wieder abschließen. Eine gute Sache, die aber wahrscheinlich eher in den offeneren, sicheren Ländern Skandinaviens von Autofahrern in Anspruch genommen wird, wo jeder des Nachbarns Steuererklärung im Internet einsehen kann.

Jedenfalls auch soziologisch interessant, denn hier kommt eine „doppelte Mobilität“ zum Tragen: Die mobile Belieferung des mobilen Vehikels während ich als Fahrer mich wiederum an einen dritten Ort bewegen kann. Und ein weiteres Zeichen dafür, dass die Mediatisierung unseres Lebens in diesem Fall auch das Konzept der Privatheit des eigenen Automobil-Innenraums verändern kann. „My car is my castle“ ist bei dieser Technologie nicht mehr die Maxime. Volvo, so der Moderator der BBC-Sendung, sei übrigens der Hersteller, bei dem die meisten Modelle schon im Internet seien.

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