Unbeliebte Straßennamen

Neulich hatte ich in Ratingen bei Düsseldorf zu tun. Auf dem Weg zur S-Bahn entdeckte ich diese Straße. Wahrscheinlich haben die Anwohner bis zur Plagiatsaffäre des allseits bekannten (und ehemals beliebten) Karl-Theodor friedlich hier gewohnt. Ob inzwischen eine gestiegene Zahl von Umzügen zu verzeichnen ist oder gar eine Initiative zur Umbenennung in Bewegung gesetzt wurde, entzieht sich der Kenntnis des Autors und Fotografen. Besonders Akademiker sollen aber, laut einem stadtbekannten Gerücht, die frei werdenden Wohnungen hier eher meiden.

Karl-Theodor Strasse in Ratingen, Foto: MFR
Karl-Theodor-Straße in Ratingen, Foto: MFR
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Vortrag an der Uni Stuttgart in der Reihe „Soziologie des Internet“

Jan-Felix Schrape und Ulrich Dolata haben am Institut für Sozialwissenschaften der Uni Stuttgart einen interessanten Vortragszyklus zum Thema „Soziologie des Internet“ auf die Beine gestellt. Julius und ich werden nächste Woche am Mittwoch den Auftakt mit einem 45-minütigen Vortrag zu unserer Spontan-Forschung zum GuttenPlag-Wiki und ein paar weitergehenden Gedanken machen. Anschließend (hoffentlich) Diskussion. Wie auf dem Flyer zu sehen: Interessierte sind herzlich eingeladen!

Plakat zur Vortragsreihe "Soziologie des Internet" an der Universität Stuttgart
Plakat zur Vortragsreihe „Soziologie des Internet“ an der Universität Stuttgart

Mittlerweile fahren wir schon zum dritten Mal in das industriegeschichtlich interessante Uni-Gebäude in der Seidenstraße. Es fing alles 2011 auf der Herbsttagung der Sektion Wissenschafts- und Technikforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie an. Dann ging es mit einem Autoren-Workshop für das gelungene Buch-Projekt „Internet, Mobile Devices und die Transformation der Medien“ weiter, bis zum Vortrag im April dieses Jahres. Wir freuen uns sehr über die Einladung, das Wiedersehen und den Austausch!

Ethik und Journalismus

Das ist mein erster Blogpost über Ethik & Journalismus, inspiriert von einem zwanzig Jahre alten Text, von zwei Workshop-Projekten und von einem beeindruckenden TED-Talk, den ich auf  YouTube gesehen habe. Diese Anregungen haben dazu geführt, dass ich meine Gedanken jetzt mal aufschreibe. Das Blog als Notizbuch. So lasse ich euch teilhaben an meinen Lese-Erfahrungen und meinen Ideen dazu. Wer bis zum Ende durchhält, wird mit dem wirklich tollen TED-Video von Carolyn Casey belohnt. So in etwa in sieben Minuten.

In diesem Sammelband erschien der Text über Menschenwürde und Medien im Jahr 1994
In diesem Sammelband erschien der Text über Menschenwürde und Medien im Jahr 1994

Vor kurzem habe ich ein Medienkompetenz-Projekt über Reality-TV abgeschlossen und im letzten Jahr zum ersten Mal ein Seminar zum Thema „Trauma & Journalismus“ organisiert. Vielleicht bin ich dadurch sensibler und offener geworden, für ethische Fragen in Medien und Journalismus. Bestimmt interessiere ich mich aber auch dafür, weil in meiner Zeit als aktiver Journalist meist kein Raum und keine Zeit für tiefergehende Reflexionen blieb, weil wichtige ethische Fragen im Tagesgeschäft untergehen.  Weiterlesen

„Popestar“: Der Papst und die Medien

Die Cottbuser Medienwissenschaftler und Kollegen Peter Klimczak und Christer Petersen haben wieder mal einen spannenden Call for Papers – einen Aufruf zur Einreichung von Texten – veröffentlicht. Das Thema: Popestar|Der Papst und die Medien. Gerade nach dem Rücktritt von Benedikt XVI und der neuen Euphorie rund um die Wahl von Franziskus I zum neuen Papst, passt dieser Aufruf zur (medien-)wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Thema gut in die Zeit.  Weiterlesen

Anonyme Schwärme und andere Recherche-Herausforderungen

Im Januar 2013 habe ich mich an einem „Call for Papers“ (APuZ_Call-for-Papers_2013), also einem Aufruf zur Einreichung von Texten, beteiligt. Der Aufruf ging von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) aus und gab das Thema „Transparenz und Privatsphäre“ vor, was mich als Journalist und Medien-/ Kommunikationswissenschaftler natürlich interessiert. In der Nacht, in der die Einreichungsfrist verstrich, hatte ich den Textvorschlag gerade noch formuliert und per Mail abgeschickt, nachdem ich mir vorher nicht so ganz sicher war – schließlich hat man ja noch anderes zu tun, z.B. eine Dissertation schreiben und ein Medienkompetenzprojekt betreuen. Weiterlesen

Das Reality-Rezept

Es ist eine Zeit des Übergangs rund um Ostern. Auch bei mir. Einige Arbeiten und Projekte enden in diesen Tagen. Andere, neue Projekte stehen an, neue Perspektiven tun sich auf. Eine Sache, die jetzt jedenfalls ihren guten Abschluss fand, ist meine Premiere als Medienkompetenz-Trainer für Schüler/innen und Studierende:  Weiterlesen

Mein Ausflug ins Universum des Reality-TV

Sie heissen „Berlin Tag & Nacht„, „Mitten im Leben*“, „Frauentausch„, „Die Schulermittler“, „Familien im Brennpunkt„, „Köln 50667“ und geben vor, den deutschen Alltag abzubilden. Diese Serien sind billig produziert, weil ihre Protagonisten teils für Tagesgagen von 60 Euro arbeiten. Die Folgen werden wie am Fließband hergestellt, trotzdem sind sie erfolgreich bei den Zuschauern – und in der Geschäftsbilanz der Privatsender. Doch wie gehen die jungen Zuschauer damit um? In einer neuen Studie von Maya Götz, veröffentlicht im Jahr 2012, wurden insgesamt 294 Jugendlichen im Alter von 6-18 Jahren verschiedene Folgen der gescripteten Reality-Serie  „Familien im Brennpunkt“ gezeigt. Weiterlesen