Aus der Wissenschaft

Der Gehalt eines Einfalls hat eine gegen Raum und Zeit undurchlässige Schutzschicht.

[Helmuth Plessner im Vorwort zu deutschen Ausgabe von Berger/Luckmann (2010): Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit, S. XI]

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Filmlese-Empfehlung: Polnische Filmklassiker (in eigener Sache)

Ein schönes Buchprojekt zu den Klassikern des polnischen Films hat mir jetzt zu einem ersten Ausflug in die Welt der Filmwissenschaft verholfen. Und das im Jahr, in dem es mit „Ida“ den ersten Oscar für einen polnischen Film gegeben hat! In dem Buch werden 25 Filme mit kurzen Beiträgen beschrieben, die als „Klassiker“ aus unserem Nachbarland gelten können.

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Weil ich eine besondere Beziehung zu Andrzej Wajdas Film „Kanał“ habe, hatte ich einen Beitrag über diesen eindrucksvollen s/w-Film vorgeschlagen und dann auch schreiben dürfen. Jetzt ist das Buch nach einem ziemlich peniblen Redigaturprozess erschienen. Herausgegeben von den beiden Cottbuser Medienwissenschaftlern Peter Klimczak und Christer Petersen, zusammen mit Christian Kampkötter (Uni Passau). Die Liste der 25 Filme gibt es hier.

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Mein Prädikat: Für filminteressierte Polen und poleninteressierte Filmophile ein schönes Büchlein fürs Regal, zum Nachschlagen und auf den Stand bringen. Und: Wer irgendwann mal einen polnischen Filmklassiker aus den Jahren 1945-2000 vorstellen muss, z.B. in einem Schulreferat, wird an dem Buch seine Freude haben.

„Ja“ zu Herausforderungen

Konnte gestern Nacht nicht schlafen und habe im WDR deshalb einen Film aus der Reihe „Deutschland, Deine Künstler“ gesehen: Ein Porträt über den Jazz-Trompeter Till Brönner. Er habe vor allem eins gelernt, hat er in diesem Film gesagt:

 

Wenn sich Chancen bieten im Leben, solltest Du vor allen Dingen erst mal zusagen, und dann erst überlegen, wie Du das irgendwie bewerkstelligst!“

Über Fragen

Zu Weihnachten habe ich das Buch Über das Wetter können Sie auch noch reden, wenn Sie tot sind von der britischen Autorin Olivia Fane verschenkt. Das Zitat stammt aus diesem Buch. Mit ihm beginne ich das neue Blog-Jahr 2015:

„Das griechische Wort für Liebe ist eros, und etymologisch ist es eng verwandt mit dem griechischen Wort für Fragen stellen – eroteao. Mir gefällt das sehr. Es klingt im Griechischen so kraftvoll: Jemandem Fragen zu stellen heißt, begierig darauf zu sein, ihn kennenzulernen, und jemanden kennen heißt, ihn zu lieben.“

(Fane 2014: 13)